ALEGISTA: Die Aktivitäten russischer Monarchisten sind vielfältig und nicht auf die Hauptstadt beschränkt. Am Samstag gab es in der sibirischen Stadt Irkutsk eine Demonstration gegen die Reaktivierung einer Papier- und Zellstofffabrik (pulp and paper) am Baikalsee, bei deren Organisation der Russischen Reichsbund Orden mitgewirkt hatte.

Baikalsee
Die Monarchisten sind davon überzeugt, daß vom Betrieb der Fabrik Gefahren für das einzigartige Ökosystem dieses tiefsten Sees der Welt ausgehen. Mit der Teilnahme an der Demonstration wollen die russischen Monarchisten der Gesellschaft signalisieren, daß sich ihre Bewegung nicht auf historische Fragen beschränkt, sondern daß sie willens und imstande sind, alle Aspekte der nationalen Interessen des russischen Volkes abzudecken. So der Inhalt einer Pressemitteilung vom Department Irkutsk des Russischen Reichsbund Ordens.

Monarchisten vom Russischen Reichsbund Orden mit der Flagge des Russischen Reiches bei der Demonstration in Irkutsk
Zu der Demonstration kamen mehr als 3.000 Teilnehmer, darunter Monarchisten unter der Flagge des Russischen Reiches. Die Teilnehmer forderten Präsident Medwedjew auf, die rechtliche Basis zur Reaktivierung des Werkes zu überprüfen.
Auf den Transparenten, die getragen wurden, gab es auch eines mit der Aufschrift “Nieder mit der Putin-Regierung”. Die Leute glauben, daß Putin die Entscheidung zur Genehmigung zur Reaktivierung nur deshalb getroffen hat, um den Industrieoligarchen Oleg Deripasca, dessen Industrie-Holding die Fabrik am Baikal-See gehört, zu unterstützten.
Der Russische Reichsbund Orden hatte daher einen Brief verfaßt, in dem Präsident Medwedjew, Ministerpräsident Putin und dem Gouverneur von Irkutsk Dmitry Mezentsev alternative Vorschläge gemacht werden, wie sich das Problem der Arbeitslosigkeit in der Stadt, wo sich das Papier- und Zellstoffwerk befindet, ohne eine derartige Reaktivierung der Fabrik lösen läßt. Der Brief wurde an den Präsidenten, den Ministerpräsidenten, den Gouverneur und verschiedene Massenmedien verschickt.
Es wäre zu hoffen, daß die russischen Monarchisten sich im Reichsbund einigen und an die großen Erfolge der 1990er Jahre anknüpfen können. Voraussetzung dafür wäre die kompromißlose Ablehnung des Putin-Medwejew-Betrugssystems. Den Russen muß klar gemacht werden, daß nur der Zar Freiheit und Wohlstand bringen kann.
Den Russen muß allerdings auch deutlich werden, daß der rechtswidrige Angriff von 1914 dem Bolschewismus die Tore öffnete. Solange Rußland nicht bereit ist, für diesen Krieg zu büßen, kann es keine Besserung für Rußland geben.
Die russischen Monarchisten haben hier sehr klare Positionen.
Über sowas kann man vieleicht mal reden, wenn man sich gut versteht und weiß, daß man sich aufeinander verlassen kann. Das ist ja bald 100 Jahre her und wenn ich mir ansehe, was in der Zwischenzeit dort alles passiert ist, meine ich, daß Russland wohl genug gebüßt hat …
Ein russischer Freund, der leider nicht so gut Deutsch kann, möchte wissen, von welchem “rechtswidrigen Angriff von 1914″ hier die Rede ist. Russland hat weder Deutschland noch Österreich-Ungarn den Krieg erklärt. Das Deutsche Reich und Österreich-Ungarn hatten Russland den Krieg erklärt.
Ich bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen und zur russisch-orthodoxen Kirche konvertiert,da mir die römisch katholische Kirche in der Zeit meiner Lebenskrisen in den siebziger Jahren des XX. Jahrhunderts keine befriedigende Antwort geben konnte.Im Gegenteil,es wurden mir völlig unrealistische Ratschläge gegeben,die mir aus der Sackgasse des erlernten Berufs keine Hilfe waren und meine Notlage nur ausgenutzt wurde.In Gotha habe ich eine Russin kennengelernt,die heimlich Monarchistin war;diese Frau war mir eine sehr starke Hilfe und sie half mir, diese verzweifelte Lage,in der ich mich befand, zu überwinden.Außerdem gab es im Schloß Friedenstein in Gotha eine Forschungsbibliothek, wo ich mich mit der monarchistischen Idee richtig ohne Hindernisse vertraut machen konne.In der russischen Frau habe ich rein privat fast selbst eine Zarin gesehen. Außerdem bin ich russischer Abstammung und wie ich noch in Eisenach lebte, habe ich deswegen keinen Kontakt zu den Eisenachern gepflegt.Meine Frau ist auch keine Eisenacherin; sie stammt aus der Lausitz und ist Sorbin.Diese Volksgruppe ist eigentlich mit den Serben auf dem Balkan verwandt
Zusätzlich möchte ich erwähnen,daß für Rußland es drei schädliche Einflüße gibt: der republikanische Gedanke, die verdorbenen westlichen Einflüße und die westlichen Sekten (vor allem die Zeugen Jehovas,in denen der leibhaftige Satan steckt und die daher das russische Wesen ausschalten und vergiften wollen) und der internationale Buddhismus, der durch seine perverse Ideologie das russische Volk untergraben will.
Ich habe das Buch “Rechtgläubigkeit, Selbstherrschaft und Nationalbewußtsein in russischer Sprache in meinem Besitz.Das Buch ist sehr gut und es vertritt auch die wahre Seele des russischen Volkes.Da ich durch und durch Monarchist bin, habe ich unter anderem auch vor Jahren Kontakt zu den vietnamnesischen Monarchisten und zu den Anhängern des ersten Präsidenten der Republik Vietnam(Saigon)geknüpft.Der Präsident Jean Baptist Ngo Dinh Diem war Katholik und bekämpfte den Buddhismus. In dieser Frage war ich von ihm begeistert und habe es zu meinem Programm des Lebens gemacht, daß ich den Buddhismus bekämpfe und ablehne. Durch meine antibuddhistische Haltung kam es auch zur Entfremdung zur katholischen Kirche, da sie nach meiner Meinung zu den nichtchristlichen fernöstlichen Religionen einen zu engen Kontakt pflegte und den Präsidenten Ngo Dinh Diem in seinem antibuddhistischen Kampf nicht unterstützte. Unter den Russen, die ich kennenlernte, fanden auch meine Gedanken zur Ablehnung des Buddhismus durchaus Interesse und Zustimmung. So wie der Mensch nur eine Natur hat,ob er als Mann oder Frau geboren ist,so kann er auch nur eine Überzeugung haben und diese ist von seiner Religion abhängig;in unserem Fall von der orthodoxen Kirche und von dem Glauben an einer russischen Monarchie.Meine Frau und ich würden es gerne sehen, falls in Rußland die Monarchie gynokratisch vererbt würde, da das Oberhaupt der russischen Kirche immer ein Mann ist,würde es besser sein, daß das staatlich-weltliche Oberhaupt,der Imperator,immer eine Frau sein sollte.
Die Republik ist mir so verhaßt wie eine Seuche des Mittelalters.Es nichts mehr, was ich hassen könnte.Das ich heute die Republik gegenüber einer bolschewistischen Volksrepublik akzeptiere,ist nur eine Duldung eines notwendigen Übels.