RW: Die New York Times berichtet, daß in Texas „christliche Konservative“ ganz versessen darauf sind, daß den Kindern in den Schulen beigebracht wird, daß die Vereinigten Staaten als „christliche Nation“ gegründet worden seien.

Das stimmt so natürlich nicht: Bei den amerikanischen Gründervätern handelte es sich um Deisten, Freimaurer und Unitarier, die (in Verletzung von Röm. 13 und 1. Petr. 2, 13-17) gegen ihren rechtmäßigen christlichen König Georg III. rebellierten und die alte Ordnung der Christenheit (Altar und Thron) haßten.

König Georg III.

König Georg III.

Bei den Loyalisten, die sie bekämpften, handelte es sich um amerikanische Kolonisten, die der britischen Monarchie während und nach dem Unabhängigkeitskrieg die Treue hielten. Von den Aufständischen, die die Revolution unterstützten wurden sie als Tories, Royalisten oder „Leute des Königs“ bezeichnet. Als ihre Sache verloren war, verließen rund 20 Prozent von ihnen den Geltungsbereich der Unabhängigkeitserklärung, um sich in anderen Teilen des britischen Empires niederzulassen oder auch auf die britische Insel zurückzukehren.

Ausschnitt aus dem Gemälde "Der Tod von Mayor Pierson," (1782-84) Ölgemäldeoil von John Singleton Copley

Ausschnitt aus dem Gemälde "Der Tod von Mayor Pierson," (1782-84) Ölgemäldeoil von John Singleton Copley

Bei einem Teil der Loyalisten handelte es sich um Schwarze, die auch ihre eigenen Regimenter hatten. Ihr Antrieb dafür war, daß es nach den Gesetzen der britischen Monarchie in Britannien keine Sklaverei gab, so daß sich ihre Hoffnung auf Befreiung von der Sklaverei mit der Hoffnung auf einen Sieg der Loyalisten verband.

Historiker schätzen, daß 15 bis 20 Prozent der weißen Bevölkerung in den Kolonien Loyalisten waren.