Anläßlich des 200. Todesjahres von Königin Luise ruft die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten das Jahr 2010 als Luisenjahr aus. Bis heute erkennen Historiker einmütig an, daß Königin Luise ein Schlüsselrolle zufiel, als es galt, Preußen nach der schweren Niederlage in der Schlacht von Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 vor dem inneren Kollaps zu bewahren. Legendär ist auch die Begegnung Luises mit Napoleon Bonaparte am 6. Juli 1807 in Tilsit.

Luisenjahr 2010

Die Welt schreibt über das zwiespältige Verhältnis des heutigen Deutschland zu Preußen. Einerseits wurde der Staat Preußen 1947 von den Siegermächten des Zweiten Weltkrieges als „Hort des Militarismus“ abgeschafft. Andererseits jedoch läßt sich Deutschland ohne Preußen historisch gar nicht denken. Und schon die Tatsache, daß die Radikaldemokraten des März 1848 König Friedrich Wilhelm IV. das Bekenntnis zum „Deutschtum“ gewaltsam abnötigen mußten, belegt wie falsch und unfair die Sicht von Preußen als „Brutstätte der Deutschtümelei“ eigentlich ist.

Die Deutsche Monarchistische Gesellschaft plant für den Juli 2010 die Wiedergründung des Königin Luisen Bundes, einer monarchistischen Frauenorganisation, die 1934 von den Nazis verboten worden war.