Das menschliche Herz ist wie ein Schiff auf einem wilden Meer,
welches die Sturmwinde von den vier Örtern der Welt treiben.
Hier stößt her Furcht und Sorge vor zukünftigem Unheil,
dort fährt Grämen her und Traurigkeit von gegenwärtigem Übel.
Hier weht Hoffnung und Vermessenheit von zukünftigem Glück,
dort bläst her Sicherheit und Freude in gegenwärtigen Gütern.
Solche Sturmwinde aber lehren mit Ernst zu reden
und das Herz öffnen und den Grund herausschütten.

Martin Luther

Quelle: Weiße Blätter, Ausgabe Januar/Februar/März 1943