Die Rheinische Post berichtet heute von einer Rassismusklage des Kongolesen Bienvenu Mondondo gegen eine Ausgabe des belgischen Comics Tim und Struppi. Die darin erwähnte Ausgabe von 1931 würde bestimmt zeigen, daß in dieser Zeit keineswegs nur in Deutschland eine geistige Strömung vorherrschte, die man heute als übelsten Rassismus brandmarken würde. Hintergrund war, daß die Anthropologie damals ihren Durchbruch hatte, was dann in neuheidnisch-religiösen Verbrämungen wie etwa der Anthroposophie seinen Niederschlag fand.

Tim und Struppi

Tim und Struppi werden verklagt

Bei diesem Bienvenu Mondondo sollte man nicht ausschließen, daß er möglicherweise selbst ein Rassist sein könnte. In Frankreich gibt es extremistische Gruppen mit gleichfalls neuheidnisch-religiösen Zügen, z.B. Tribu Ka, in denen sich rassistische und antisemitische Schwarzafrikaner sammeln und organisieren. Die Allimentierung mit öffentlichen Geldern redet man sich dort als Wiedergutmachungszahlung für die koloniale Ausbeutung Schwarzafrikas schön. Es liegt also auf der Hand, daß diese hinter dem Deckmantel des Multikulturalismus sich verbergende geistige Strömung unter Schwarzafrikanern in Belgien zu finden sein wird.

Es wird Zeit, daß endlich auch mal Rassismusklagen gegen deutschfeindliche Produktionen kommen. Das Paradebeispiel ist die von 1965-71 produzierte US-Serie „Hogan’s Heroes“, die man in Deutschland als Ein Käfig voller Helden kennt. Es gibt kein deutschfeindliches Klischee, das sich darin nicht finden würde. Die Klischees werden dermaßen auf die Spitze getrieben, daß es schon wieder lustig ist.

Die US-Serie "Ein Käfig voller Helden"

Die US-Serie "Ein Käfig voller Helden"

Dennoch ist es natürlich traurig, daß unser Bild dieser Zeit durch derart minderwertige und einseitige Fernseh-Produktionen geprägt wird. Als Widerständler gegen “die Nazis“ tauchen generell nur Franzosen von der Résistance auf, obwohl die fiktive Handlung in der Nähe der fränkischen Kleinstadt Hammelburg spielt. Es gibt auch nicht eine einzige Folge, in der mal gezeigt würde, daß es auch einen ernst zu nehmenden deutschen Widerstand, mit christlich-monarchistischen Dissidenten als geistigem Rückgrat, gegen das neuheidnische NS-Regime gab. Wenn etwas rassistisch ist, dann ist es diese geschichtsfälschende und von Siegerhochmut triefende Fernsehserie.