Die Geschichte mit der “Rettung des Euro”, der angeblich „von Spekulanten angegriffen wird“, hat man uns, dem Bundestag, dem Bundesrat und dem Bundespräsidenten nur erzählt, damit Merkel mit der “Griechenlandhilfe” in der Tasche nach Brüssel fliegen kann. Dort geht es aber nicht etwa um „Griechenland“ oder irgendwelche Maßnahmen gegen “falsches Spekulieren“, sondern um eine Erweiterung des Vertrages von Lissabon. In der Berichterstattung der BBC findet sich nämlich kein Wort von irgendeiner “EU Währungspolizei” oder einem “Angriff der Spekulanten“ auf den Euro. So einen Quatsch kann man nur dem deutschen Michel erzählen. Der nimmt das tatsächlich ernst und alle debattieren sich über Wochen hinweg die Köpfe heiß. Eben das war auch beabsichtigt, damit der Putsch in Brüssel ungestört über die Bühne gehen kann und Deutschland am Ende für die Kosten der Transferunion aufkommt. England und andere europäische Staaten würden nicht mal im Traum daran denken, Geld für eine derartige Totgeburt in die Hand zu nehmen.

Die "EU Währungspolizei" bei der Arbeit (Modellstudie)

Die "EU Währungspolizei" bei der Arbeit (Modellstudie)

Wollte man die Sache mit der „EU Währungspolizei“ wirklich ernst nehmen, dann müßte man z.B. sofort gegen diesen Spiegelartikel vorgehen, in dem arglose Spiegelleser zum „Spekulieren“ gegen den Euro verführt werden. Nachdem der Spiegel sonst doch eher gegen „die Spekulanten“ wettert, wäre es doch sehr komisch, daß dieses Blatt seine eigenen Leser nun zu erbärmlichen Spekulanten macht. Gegen den Euro zu spekulieren wäre ein Tabu, ein Sakrileg — ginge gar nicht! Gegen das Euro-Projekt zu spekulieren wäre Autobahn im Quadrat und nicht weniger als Hochverrat an der „europäischen Friedensordnung“. Die „EU Währungspolizei“ müßte quasi sofort in ihr EU Währungspolizeiauto steigen und gegen diese „Kriegstreiberei“ einschreiten, weil die Euro-Länderchefs ja angeblich „Schritte gegen aus ihrer Sicht ungerechtfertigte Finanzmarktwetten gegen die Gemeinschaftswährung“ beschlossen haben. Christoph Rottwilm, der Autor dieses Artikels, ginge gemäß StGB §80 für zehn Jahre in Haft, weil er sich dann als Brandstifter an „unserem europäischen Haus“ (Dr. Helmut Kohl) indirekt an der Vorbereitung eines Angriffskrieges auf unsere europäischen Partner beteiligt hätte. La-lü-la-la!