Stalin-Plakat in der DDR (1952)

Stalin-Plakat in der DDR (1952)

Zwei Tage vor der Siegesparade auf dem Roten Platz in Moskau, bei der auch die Putschistin von Brüssel, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), mit dabei war und an der sich auch NATO-Truppen aus den USA, Großbritannien und Frankreich beteiligt waren, hat die Russisch Orthodoxe Kirche in sehr deutlichen Worten vor der Verherrlichung Stalins gewarnt:

Russische Soldaten auf dem Roten Platz in Moskau

Russische Soldaten auf dem Roten Platz in Moskau

Moskau, 6. Mai, Interfax — Das Moskauer Patriarchat glaubt, daß keine der Errungenschaften der UdSSR, auch nicht der Sieg über den Faschismus, die Verbrechen Stalins rechtfertigen kann.

„Unter Stalins Regime wurde ein unmenschliches Regime errichtet und nichts kann das rechtfertigen — weder die Industrialisierung, noch die Atombombe, noch die Sicherung der Staatsgrenzen und nicht mal der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg, weil das nämlich nicht die persönlichen Verdienste Stalins waren, sondern die unseres multinationalen Volkes,“ heißt es in einem Brief den Priestermönch Philipp (Ryabykh), den der stellvertretende Leiter der Abteilung für auswärtige Kirchenbeziehungen des Moskauer Patriarchats an den Chefredakteur Alexander Prokhanov der Zeitung Zavtra geschrieben hat und der auf der Webseite der Abteilung veröffentlicht wurde.

Vater Philipp schrieb den Brief im Namen des Leiters der Abteilung für auswärtige Kirchenbeziehungen des Moskauer Patriarchats Metropolit Hilarion von Volokolamsk. Davor hatte Alexander Prokhanov Metropolit Hilarion einen Brief geschickt, in dem er den Metropoliten nach dessen Sicht zur Rolle Stalins in der Geschichte befragte, wie Metropolit Hilarion in einem zuvor veröffentlichten Artikel mitgeteilt hatte.

Nach Bruder Georgy war Stalins Regime „auf Terror, Unterdrückung der menschlichen Persönlichkeit, Täuschung und falsche Denunziationen gegründet. Wenn die Folterer ihrerseits zu Opfern wurden, so verschlang sich dieses Regime selbst und war somit gerade mal vorübergehend erfolgreich.“

„Die Verherrlichung der Gottlosen und ihrer Methoden beim Regieren des Landes kann die Völker des historischen Rußland nicht zusammenführen. Es spaltet vielmehr unsere Gemeinschaften,“ betonte Vater Philipp.

Nach seiner Aussage wurde der Sieg im Großen Vaterländischen Krieg „von unserem Volk errungen und nicht durch Stalins Regierungsführung.“

„Eine Reihe fähiger Historiker glaubt, man solle Stalin nicht die Schuld geben für die unbeschreiblichen von diesem Land erlittenen Verluste, das für den Sieg Millionen von Leben unserer Bürger geopfert hat wegen einer unvernünftigen Vorkriegspolitik im Inneren,“ heißt es in dem Brief.

In seinen Kommentaren zu den Worten Prokhanovs wonach Stalin die „großen russischen Gebiete“ angeblich neu erschaffen habe, betonte Vater Philipp, daß es „der Führer aller Zeiten und Völker“ war, der eine „Zeitbombe“ hinterließ mit seiner Bemerkung zu den „großen russischen Gebieten“, die er nach eigenen Gutdünken und mit künstlichen Grenzen zwischen den früheren Sowjetrepubliken schuf.

„Als Ergebnis dieser Politik Stalins ernten wir heute die Früchte des Extremismus, des Nationalismus und der Xenophobie. Die Russisch Orthodoxe Kirche bleibt die einzige Verbindung innerhalb der Gebiete des historischen Rußland (dem heutigen Rußland, der Ukraine, Weißrußland, Moldawien und andere derzeit unabhängige Staaten). Es gäbe kein Problem mit Spaltungen des integrierten Landes, das in den frühen 1990ern errichtet wurde, hätte es nicht dieses Experiment einer derartigen nationalen und territorialen Teilung des ehemaligen Russischen Reiches gegeben“, heißt es in dem Brief.

Vater Philipp drückt seine Hoffnung aus, daß die Diskussionen bezüglich der jüngsten Geschichte Rußlands „zivilisiert verlaufen und nicht die gesamte Nation in zwei feindliche Lager spalten wird.“

Bundeskanzlerin Merkel auf der Ehrentribüne

Bundeskanzlerin Merkel auf der Ehrentribüne