Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien Mittwoch, Jul 14 2010 

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Die Ideologie des Russischen Reichsbund-Ordens Donnerstag, Jun 3 2010 

Unter Die Ideologie des RKB-O gibt es einen Text, in dem dargelegt ist, welches die geistigen Fundamente sind, auf deren Grundlage der seit mittlerweile 80 Jahren bestehende Russische Reichsbund-Orden die Restauration in Rußland anstrebt. Bemerkenswert dabei ist die Rolle des orthodoxen Glaubens, die sich aus der russischen Tradition ergibt.

Nietzsches Grab Dienstag, Mai 4 2010 

Von Reinhold Schneider

Der Turm der Kirche zu Röcken stammt noch aus romanischer Zeit; in seinen hochgelegenen winzigen Fenstern stehen die runden Säulchen; er ist ungefüg und fast schwer für die kleine Kirche mit dem gotischen Chore. Ringsum breitet sich der Rasen, auf dem die Grabsteine verstreut sind; einige Kreuze und Platten neigen sich zur Erde, als wollten sie den Toten nachsinken in die Tiefe. Mauern schließen das enge Totenfeld ein, ohne den alten ländlichen Häusern draußen den Blick auf den Friedhof zu verwehren. Hier, an der Mauer der Kirche, neben dem Grabstein der Mutter, liegt die Platte, die Friedrich Nietzsches Namen nennt; und man könnte wohl meinen, daß keine Stätte dem Denker fremder sein müßte als diese, wo er die letzte Ruhe fand.

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Schicksalstag 1914 Freitag, Apr 23 2010 

Von Dr. Kurt Jagow

In den Vormittagsstunden des 28. Juni 1914 krachten in Sarajewo, der Landeshauptsadt von Österreich-Ungarns Provinz Bosnien, zwei Schüsse: ein junger Mann serbischer Nationalität hatte den Thronfolger der Doppelmonarchie uns seine Gemahlin niedergestreckt. Diese Schüsse haben das Signal zum Weltkriege gegeben.

Wie ist es dazu gekommen?

Österreichische Zeitung vom 1914 zum Attentat

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Flucht vor dem Licht Donnerstag, Apr 22 2010 

Von Iwan Iljin

Es ist nicht mehr als das Vorurteil, daß jedes Wesen — der aufgehenden Sonne harrt und sich auf das dämmernde Tageslicht freut. Es gibt auch solche Geschöpfe, die das Licht scheuen und bei Sonnenhelle erblinden, die für die Nacht geboren sind, die sich vor dem Licht verkriechen und die Finsternis genießen. Der Adler öffnet sein Auge der Sonne entgegen; aber der Nachtaffe versteckt sich in seine Baumhöhle, und die Katzeneule hockt den Tag über in ihrem dunklen Ruinenloch.

So gibt es auch unter den Menschen solche, deren Blick nur geistige Nacht verträgt, nur im Einerlei der geistigen Finsternis zur Ruhe kommt und mit verkrampftem Auge jedem göttlichen Lichtstrahl begegnet. Der Eine frohlockt wenn er etwas Göttliches wahrnimmt, sei es in der Natur, oder im Menschen oder in den Räumen der übersinnlichen Schau. Der Andere fühlt sich dadurch geblendet und beunruhigt, und möchte überhaupt nichts mehr davon wissen …

Sonnenfinsternis

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In Memoriam Dienstag, Apr 20 2010 

Von Reinhold Schneider

Wir können der Toten dieses Krieges nicht gedenken, ohne uns der Toten des ersten Weltkrieges wieder zu erinnern. Da es unser Schicksal ist, Zeugen zweier Kriege zu sein, so ist es unsere Aufgabe, niemanden zu vergessen; kein neuer Schmerz soll den alten auslöschen. Alle, die wir betrauern, sind an derselben Stelle gefallen, wo die letzte Hingabe des Persönlichen gefordert wurde; alle haben dasselbe Beispiel gegeben und dieselbe Forderung gestellt. Das Ethos des Lebens und Sterbens in der Geschichte verändert sich nicht. So möchten wir diese Blätter, die dem Andenken eines Toten des ersten Weltkrieges gelten, als ein Zeichen des Dankes an die Toten dieses Krieges bringen dürfen, namentlich auch an die Toten aus unserem Kreise; wir werden unseren Mitarbeiter Dr. Hanns Früchtl und alle, die Anteil an unserer Arbeit nahmen und schon dahingegangen sind, niemals vergessen; sie bleiben in unserem Gedächtnis mit allen verbunden, die uns teuer waren, diesselbe feste Hoffnung steht über ihrer aller Andenken.

Soldatenfriedhof in Frankreich

Soldatenfriedhof in Frankreich

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Die Wirklichkeit des Glaubens Montag, Apr 19 2010 

Die Wirklichkeit des GlaubensVon Reinhold Schneider

„Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Tränen und sprach: Ich glaube, lieber Herr: hilf meinem Unglauben!“ Markus 9, 24

Wenn der Sinn der schweren Schicksale, in deren Bereich die Welt gelangt ist, darin besteht, daß die letzten Werte ihren Bestand erweisen sollen, so ist jede Besprechug dieser Werte von Übel. Wer glaubt, erörtert die Grundsätze seines Glaubens nicht, er stellt sie allenfalls durch sein Leben dar; wer nicht glaubt, verteidigt seine Stellung nicht dadurch, daß er den Glauben in Frage stellt: er ist den Beweis schuldig, daß ein sinnvolleres Leben möglich ist ohne Glauben und kann nur durch den erbrachten Beweis seine Stellung halten. In seinem Buche „Vom südlichen Blütenlande“ erzählt der chinesische Philosoph Dschuang Dsi von dem König von We, der über den Fürsten von Tsi wegen eines Vertragsbruch ergrimmte und ihn erdolchen lassen wollte. Der Kriegsminister hörte von dieser Asicht, „schämte“ sich ihrer und riet zum Kriege; ein anderer Minister verwarf diesen Rat und empfahl den Frieden als Grundlage der Weltherrschaft; der Kriegsminister bringe nur Verwirrung hervor; man dürfte ihn nicht hören. Aber erst der dritte Minister führte den König auf den richtigen Weg mit den Worten: „Wer tüchtig zu reden weiß darüber, daß man den Staat Tsi angreifen solle, der schafft Verwirrung; wer tüchtig zu reden weiß darüber, daß man ihn nicht angreifen soll, der schafft ebenfalls Verwirrung. Und wenn einer behauptet, daß ihn angreifen oder nicht angreifen Verwirrung schaffe, der schafft auch Verwirrung.“

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Zur Medienkampagne gegen Bischof Walter Mixa Montag, Apr 19 2010 

Der Augsburger Bischof Walter Mixa und Claudia Roth, die Führerin des zeitgenössischen Neuheidentums

Der Augsburger Bischof Walter Mixa und Claudia Roth, die Führerin des zeitgenössischen Neuheidentums

Der Schweizer Medienunternehmer Frank A. Meyer bringt heute bei Cicero, dem „Magazin für politische Kultur“, einen Kommentar zur aktuellen Medienkampagne gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa. Vorderhand scheint diese sich zwar nur gegen die Römisch-Katholische Kirche zu richten, letztlich zielt sie aber ebenso gegen evangelische Christen. Man muß aber nicht mal Christ sein, um zu erkennen, daß sich der Autor besser entschieden hätte, ob er nun lustig sein will oder tatsächlich etwas sagen möchte. Beides zugleich geht eben nicht und normalerweise sollte man Kommentare, die schon mit populistisch auf die Kirche projezierten Versatzstücken der Genderideologie beginnen, erst gar nicht zu Ende lesen.

Dennoch: Herr Meyer hat richtig erkannt, daß die sog. „vierte Macht“ im Staate sehr deutliche Gelüste zeigt, künftig bei der Benennung und Absetzung von Bischöfen entscheidend mitreden zu wollen — das Stichwort „Investiturstreit“ bringt er selbst — und so die Domäne der Mediokratie auszuweiten. Denn daß die Süddeutsche Zeitung wegen ein paar dummen, möglicherweise sogar verdienten Ohrfeigen nie einen derartigen Zirkus veranstalten würde, ist nun wirklich für jeden offenbar. Daher wird sich Frank A. Meyer auch damit abfinden müssen, daß Bischöfe in der Römisch-Katholischen Kirche allein vom Papst ernannt und abgesetzt werden. Das neuheidnische Fräulein Claudia Roth hat nicht mal ein Mandat hier mitzureden, solange sie nicht offiziell als Gegenpäpstin inthroniert wurde.

Diskriminierung von „Ossis“ kein Verstoß gegen das AGG Freitag, Apr 16 2010 

Nach einem Urteil des Arbeitsgerichts Stuttgart stellt die Ablehnung einer aus der ehemaligen DDR stammenden Stellenbewerberin keine Diskriminierung gemäß Antidiskriminierungsgesetz dar. Ostdeutsche seien kein eigener Volksstamm und könnten sich in solchen Fällen nicht auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz berufen, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Unter ethnischer Herkunft sei mehr zu verstehen als nur regionale Herkunft. Die Klägerin hatte ihre Bewerbungsunterlagen mit dem Vermerk „kein Ossi“ zurückbekommen.

Abgelehnt wegen ostdeutscher Herkunft

Abgelehnt wegen ostdeutscher Herkunft

Dieses Urteil könnte nun zu einer Änderung des im August 2006 zur Umsetzung einer EU-Richtlinie erlassenen Gesetzes führen.

Polen wehrt sich gegen Präsidenten-Beisetzung in Königsgrab Donnerstag, Apr 15 2010 

Seit gestern wehrt sich Polen gegen die Beisetzung seines bei einem Flugzeugabsturz in Rußland vor wenigen Tagen ums Leben gekommenen polnischen Präsidenten Kaczynski. „Wawel gehört den Königen“ und „Wawel vor Schändung bewahren“ steht auf ihren Transparenten.

Grablege König Kasimirs II. in Wawel

Grablege König Kasimirs II. in Wawel

Manchmal sorgen tragische Zufälle für Wendungen, die niemand hätte vorhersehen können. Vielleicht leitet diese Mißachtung der Würde der polnischen Könige nun ja die Restauration ein?

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