Zwei neue Bücher im Schriftenarchiv Mittwoch, Jun 30 2010 

Im Schriftenarchiv gibt es jetzt zwei Bücher von Nikolai A. Berdjajew:

Der Sinn der Geschichte (1925)Nikolaus Berdjajew: Das neue Mittelalter (1927)

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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Demokratie und Monarchie? Mittwoch, Jun 2 2010 

Zwölf Ausgaben von Hochland im Schriftenarchiv Freitag, Mai 28 2010 

HochlandIm Schriftenarchiv von monarchieforum.org gibt es jetzt zwölf Ausgaben der Monattschrift Hochland als PDF:

Umfrage: Groß- und Kleinschreibung in der persönlichen Anrede Donnerstag, Apr 29 2010 

Deutsche Rechtschreibung

Immer mehr Leute — darunter auch einige mit höherer Bildung — gehen dazu über, das „Du“ in der Anrede nicht mehr groß, sondern klein („du“) zu schreiben. Sofern damit nicht ein Mangel an persönlichem Respekt zum Ausdruck gebracht werden soll, läuft dieser Trend auf eine Verarmung der deutschen Schriftsprache hinaus.

Das Dilemma im Alltag mit solchen Kleinschreibern ist, daß man ja nicht wissen kann, aus welchem Grund die Anrede klein geschrieben wurde: wollte er damit seine Geringschätzung zum Ausdruck bringen oder ist er der Auffassung, daß dieses Kleinschreiben eine Art von Fortschritt sei.

Wollte man das herausfinden, müßte man sich die Blöße geben, direkt zu fragen, was mit dieser klein geschriebenen Anrede gemeint war. — In der Praxis wird das aber ja kaum jemand tun.

Wie empfindet Ihr es, wenn Euch jemand im Internet mit klein geschriebenem „du“ anredet?

Zwei Aufsätze aus der „Hochland“ von Mai und Juni 1935 Sonntag, Apr 4 2010 

Unter Die Krisis des späten Liberalismus und Die Überwindung des Liberalismus gibt es zwei überaus lesenswerte Aufsätze von Ernst Michel von Mai und Juni 1935 aus der Monatsschrift „Hochland“.

Titelblatt der Hochland. Ausgabe Mai 1935

Diese beiden Aufsätze dokumentieren nicht nur wie sich gläubige Katholiken gegen den totalitären Geist gestemmt haben. Sie geben indirekt auch ein beeindruckendes Stimmungsbild für die Zeit vor der nationalen Revolution von 1933 — Worthülsen wie „Machtergreifung“ für dieses Ereignis zu verwenden, dürfte ein Fehler sein: es wurde damals als “nationale Revolution” bezeichnet und kann auch nur so überhaupt begriffen werden. Freilich ging aus dieser Revolution genauso wenig Gutes hervor, wie aus jeder anderen Revolution. Aber man kann der deutschen Geschichte nicht gerecht werden, wenn man sich nicht traut, ihr ins Auge zu blicken; auch den Menschen von damals wird man damit nicht gerecht. Was am 30. Januar 1933 (oder meinetwegen auch am 28. Februar) stattfand, hatte einen enorm langen Vorlauf. Wer die Zeit davor ausblendet, der wird auch nicht begreifen können, wie es zu dieser nationalen Revolution kam.

Neue Weiße Blätter und ein Buch von Anton Ritthaler im Schriftenarchiv Mittwoch, Mrz 31 2010 

Im Schriftenarchiv gibt es vierzehn neue Scans der Weißen Blätter:

Außerdem noch das 1940 erschiene Buch Weltpolitische Spannungen seit Bismarck von Anton Ritthaler. Das spiegelt freilich die Sicht von damals wider. Ritthaler dürfte sich aber um eine vergleichsweise objektive Darstellung bemüht haben, zumal er einer derjenigen war, die Hermann Oncken gegen die Angriffe von Walter Frank verteidigt hatten.

Weltpolitische Spannungen seit Bismarck. Von Anton Ritthaler

Neue Ausgaben der Weißen Blätter im Schriftenarchiv Mittwoch, Mrz 24 2010 

Es gibt neue digitalisierte Ausgaben der Weißen Blätter im Schriftenarchiv. Sie stammen aus der Zeit von September 1934 bis September 1936, in der der Umschlagtitel noch nicht ganz so schön war.

Umschlaggestaltung der früheren Ausgaben der Weißen Blätter

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Deutschland als Kolonialmacht – Ein Platz an der Sonne? Mittwoch, Mrz 17 2010 

Findet die deutsche Kolonialzeit neben Hitlers Helfern, Hitlers Frauen, Hitlers Tieren und Hitlers Backrezepten noch einen Platz im Geschichtsbuch, wird sie mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine Viertelseite nicht überschreiten. Mein Schulbuch der 9. Klasse enthielt überhaupt keinen Vermerk hierzu. Mein Schulbuch in der 12. Klasse verfügte immerhin über diese Viertelseite, in der ging es aber – man hätte es erraten können – lediglich um den sogenannten Völkermord in Deutsch-Südwestafrika. Historischer Pauschaltourismus, könnte man sagen.

Kaiserliche Schutztruppe in Togo

Kaiserliche Schutztruppe in Togo

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Vier neue Titel im Schriftenarchiv Dienstag, Mrz 16 2010 

Der Alte Kaiser erzählt. Hrsg. Dr. Kurt Jagow
Dr. Kurt Jagow: Der Alte Kaiser erzählt, Berlin 1939 (als PDF)

Preußisches Lesebuch. Von Harald von Koenigswald
Harald von Koenigswald: Preußisches Lesebuch, München 1966 (als PDF)

Apokalypse. Sonette von Reinhold Schneider
Reinhold Schneider: Apokalypse. Sonette, Baden-Baden 1945 (als PDF)
Die Heimkehr des deutschen Geistes. Von Reinhold Schneider
Reinhold Schneider: Die Heimkehr des deutschen Geistes. Über das Bild Christi in der deutschen Philosophie des 19. Jahrhunderts, Baden-Baden 1946 (als PDF)

Vorwort zur Menschlichen Rechtfertigung Wilhelm II. von 1920 Dienstag, Feb 9 2010 

Das Vorwort zu Menschliche Rechtfertigung Wilhelms II. nach seinen Randbemerkungen in den Akten des Auswärtigen Amtes (Hrsg. Friedrich Freska, Rösl & Cie. Verlag München, 1920)

Das Jahr 1920 soll uns die Vollendung unserer Schmach bringen: Neunhundert Deutsche sollen gemäß dem Verlangen der Entente ausgeliefert und vor Ententegegrichten abgeurteilt werden. Unter den Neunhundert befinden sich unsere hervorragendsten Heerführer, Industrielle, vor allem aber der Deutsche Kaiser, gegen den in England beim Staatsanwalt bereits fünfzigtausend Klagen vorliegen.

Das Urteil gegen die Gebrüder Röchling beweist, daß es sich nicht um eine Farce handelt. Die Bestrafung dieser Industriellen, die ihrer Zeit nach Befehlen handelten, soll den deutschen Industriellen durch zehnjährige Zuchthausbrandmarkung ehrlos machen, werk- und handelsunfähig. Die ungeheuerlichen Geldstrafen sollen es ermöglichen, daß der industrielle Besitz dieser deutschen Männer in aller Gerechtigkeit an Frankreich übergehe und die Französisierung des Saarlandes ermögliche.

Entente-Mächte beim Verteilen der Beute (britische Postkarte)

Entente-Mächte beim Verteilen der Beute (britische Postkarte)

Werden die anderen Neunhundert geradeso gebrandmarkt, beraubt und entehrt, vor allem der Deutsche Kaiser, dann ist gerichtsnotorisch erwiesen, daß das deutsche Volk ein Lumpenpack, eine Räuberbande gewesen sei, denn nur tiefstehende Charaktere können eine Führerschaft vom Zuchthäuslern ertragen.

Ein Auslieferungsparagraph wie im Friedensvertrag zu Versailles ist noch nie dagewesen in irgendeinem Friedensinstrument. Die „Süddeutschen Monatshefte“ sagten, als er bekannt wurde, nicht einmal wilde Stämme seine jemals so geschändet worden.

In der Nationalversammlung rief Herr Scheidemann aus, die Hand müsse verdorren, die derartige Friedensbedingungen unterzeichne. Er dankte ab, ließ den Füllfedermann Müller unterzeichnen und hielt seine Hand gesund.

Diese politische Leidensstation unseres Volkes ist das Ziel eines Weges, der mit der Absetzung Bismarcks beschritten wurde. Abkehr von Russland, Treibhausindustrie, Reichtumsanbetung, Gottlosigkeit sind die vier Marksteine, die auf der Straße zum Kriege Weiser waren.

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